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Migräne mit Botox behandeln

Botox gegen Migräne: Das Neurotoxin Botulinum Toxin kommt regelmäßig bei unseren Faltenunterspritzungen in Freiburg im Breisgau zum Einsatz. Darüber hinaus hat Botox jedoch ein breites Wirkungsspektrum und kann bei verschiedensten Krankheitsbildern spürbare Linderung verschaffen. Dazu gehören Botox-Behandlungen gegen Migräne, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder eine hyperaktive Blase. Zudem kann Botox gegen Schwitzen bei Hyperhidrose gespritzt werden.

Immer wieder berichten Patientinnen und Patienten nach Faltenbehandlungen mit Botox von einem Rückgang ihrer Migräne-Beschwerden. Klinische Studien, die die Wirkung von Botox bei Migräne bestätigen, wurden aber erst in den letzten Jahren, vor allem ab dem Jahr 2010 durchgeführt und veröffentlicht. Laut diesen Studien zeigt sich der Zusammenhang zwischen Botox und Migräne vor allem bei chronischer Migräne, bei der die Patienten mindestens drei Monate lang 15 Tage pro Monat oder mehr unter Migräneattacken leiden.

 

Wie wirkt Botox bei Migräne?

Migräne ist ein vielgestaltiges Krankheitsbild, über dessen Ursachen und Auslöser es keine einheitliche Erklärung gibt. Deshalb ist es schwierig, die Wirkung von Botox auf Migräne klar festzulegen. Zum einen scheint allerdings die Verspannung von Gesichts-, Kopf- und Nackenmuskulatur bei einem Migräneanfall eine Rolle zu spielen. Als Neurotoxin lähmt Botox die Übertragung von Erregern von Nervenendungen auf Muskelfasern. Dank dieser muskelentspannenden Wirkung, die Verspannungen im Kopf- und Schulterbereich vorbeugt, kann man Migräne mit Botox behandeln. Auf dieselbe Art und Weise ist es außerdem möglich, dass Botox bei Migräne die Übertragung von Schmerzsignalen verhindert und so Migräneanfällen vorbeugt oder diese abschwächt.

 

Wann ist Botox gegen Migräne sinnvoll?

Migräne mit Botox zu behandeln, ist nur bei der sogenannten chronischen Migräne sinnvoll und ist in Deutschland auch nur zur Behandlung dieser Art von Migräne zugelassen. Außerdem muss zur Behandlung von Migräne mit Botox die Bedingung erfüllt sein, dass der Patient oder die Patientin zuvor andere prophylaktische Migränetherapien ausprobiert und nicht darauf angesprochen hat. Dazu gehören Medikamente, aber auch Stressvermeidung, Entspannungsübungen oder ein routinierter Tagesablauf.

Bei chronischer Migräne leiden die Patienten mindestens 3 Monate lang an mehr als 15 Tagen an Kopfschmerzen, wobei etwa die Hälfte dieser Kopfschmerzen die Kriterien einer Migräne erfüllen müssen. In klinischen Studien berichteten Patienten, die Botox gegen diese Art von Migräne verabreicht bekommen hatten, dass sich die Anzahl ihrer Kopfschmerztage pro Monat reduzierte. Außerdem habe die Intensität der Migräneanfälle abgenommen und die Lebensqualität der Patienten habe sich erheblich verbessert.

Bei der episodischen Variante mit weniger als 15 Migränetagen pro Monat gibt es zwar auch Berichte, dass Botox Behandlungen gegen Migräne helfen sollen. Allerdings konnte in klinischen Studien mit Placebo-Kontrollgruppen kein ausreichender Unterschied zum Placebo festgestellt werden. Somit wurde die Wirkung von Botox für episodische Migräne nicht bestätigt.

 

Botox-Behandlung bei Migräne – was ist zu beachten?

Bei chronischer Migräne kann die Behandlung mit Botox vorbeugend und schmerzlindernd wirken. Allerdings reduziert Botulinum Toxin die Beschwerden nur und lässt diese nicht verschwinden. Deshalb muss die Migräne-Behandlung mit Botox immer in Kombination mit anderen Migräne-Therapien stehen, zum Beispiel der Vermeidung von Migräne-Triggern, einem ausgeglichenen Lebensstil und Migräne-Medikamenten.

Wenn chronische Migräne mit Botox behandelt wird, finden die Injektionen im ersten Behandlungsjahr in der Regel im 12-Wochen- oder 3-Monats-Intervall statt. Dabei sollte der behandelnde Arzt die Wirkung von Botox gegen Migräne dokumentieren. Wurde nach einem Jahr nicht mindestens eine Besserung von 30% festgestellt, ist davon auszugehen, dass die Therapie unwirksam ist. In diesem Fällen raten Fachpublikationen den behandelnden Ärzten, die Migräne-Behandlung mit Botox abzubrechen. 

War die Behandlung hingegen erfolgreich, kann der Arzt zusammen mit dem Patienten in Erwägung ziehen, die Dosis zu reduzieren oder die Intervalle der Injektionen von Botox gegen Migräne von drei auf vier Monate zu verlängern. Sollten sich die Symptome dann verschlimmern, kann die Behandlung wieder zu einer höheren Dosis oder zu kürzeren Intervallen zurückkehren.

 

Botox und Migräne: Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Botox bei chronischer Migräne sind in der Regel gering. In wenigen Fällen gibt es Berichte von Schulter- oder Nackenschmerzen sowie Muskelschwäche und Sinusitis. Diese Schmerzen kann der behandelnde Arzt allerdings vermeiden, indem er die Injektionen fachgerecht durchführt und an den betroffenen Stellen keine Spritzen setzt.

Auch andere typische Nebenwirkungen und Risiken von Botox, die von Faltenbehandlungen bekannt sind, können bei der Migräne-Behandlung mit Botox auftreten. Allerdings sind diese als sehr geringfügig einzustufen.

 

Einsatz von Botox

Zwar kann Botox medizinisch vielseitig eingesetzt werden – allerdings nur bei sehr konkreten Krankheiten, die einen kleinen Teil der Bevölkerung betreffen. So sind beispielsweise nur ein kleiner Anteil aller Migränepatienten von chronischer Migräne betroffen. Episodische Migräne, gegen die Botox nicht eingesetzt werden darf, tritt dagegen sehr viel häufiger auf.

Deshalb wird das Haupteinsatzgebiet des Wirkstoffs wohl auch in Zukunft die Faltenbehandlung bleiben. Wollen Sie mehr erfahren? Informieren Sie sich über unsere Behandlungen mit Botox in Freiburg!